Madeira – 7 Tage auf dem Hawaii Europas

Grüne Berglandschaften, spektakuläre Küsten und ganzjährig mildes Klima: Madeira gehört zu den beeindruckendsten Inseln Europas. In diesem Reisebericht nehmen wir dich mit auf eine unvergessliche Zeit voller Natur, Aussichtspunkte und besonderer Momente.

Madeira stand schon ziemlich lange auf meiner Bucket List. Grüne Berge, steile Klippen, rauschende Wasserfälle und der tiefblaue Atlantik machen schnell deutlich, warum Madeira als das „Hawaii Europas“ gilt. Ob sie diesem Namen wirklich gerecht wird? Das wollten wir selbst herausfinden.

Also ging es für uns für sieben Tage von Wien direkt nach Funchal – und ich kann schon mal vorwegnehmen: Madeira hat mich definitiv nicht enttäuscht.

Vom Flughafen zu unserem Hotel habe ich eigentlich nur aus dem Fenster geschaut und gestaunt. Die Berglandschaft, das blaue Meer, die kleinen Orte an den Hängen und die Straßen, die sich durch die Landschaft schlängeln – sooo schön einfach! Und obwohl wir im September dort waren, habe ich mir direkt gedacht: Wieeee toll muss es hier erst im Frühling sein, wenn noch mehr blüht?

Inhalt

    Unsere Base: Funchal

    Unsere sieben Tage verbrachten wir im Pestana Vila Lido in Funchal. Das Hotel liegt direkt am Meer und unser Zimmer hatte einen wunderschönen Meerblick. Morgens aufzuwachen, die Balkontür aufzumachen und als Erstes auf den Atlantik zu schauen – daran könnte ich mich definitiv gewöhnen.

    Unseren ersten Tag ließen wir noch etwas ruhiger angehen und erkundeten Funchal. Von dort ging es mit der Seilbahn hoch nach Monte und anschließend in den Monte Palace Tropical Garden.

    Palmen, exotische Pflanzen, kleine Wasserfälle und Teiche – und mittendrin die wunderschönen roten Brücken, bei denen ich mich kurz wie in Japan gefühlt habe. Definitiv ein schöner Start in unsere Woche.

    Madeira mit dem Mietwagen: Mein absolutes Must-do

    Eine Sache stand für uns schon vor der Reise fest: Wir wollten Madeira unbedingt auch auf eigene Faust erkunden. Unseren Mietwagen hatten wir deshalb vorab über TUI Cars gebucht.

    Kleiner Fail meinerseits: Eigentlich wollten wir das Auto direkt am Flughafen abholen – bis mir aufgefallen ist, dass ich meinen Führerschein zu Hause vergessen hatte. Wäre ja keine Reise ohne einem kleinen Fail, oder? Haha. TUI hat sich aber direkt darum gekümmert und die Buchung unkompliziert auf meinen Freund umgeschrieben. Deshalb konnten wir unser Auto am nächsten Tag in Funchal abholen und unser Roadtrip konnte doch noch starten.

    Vor unserer Reise hatten wir öfter gehört, dass Autofahren auf Madeira aufgrund der steilen und kurvigen Straßen ziemlich herausfordernd sein soll. Wir persönlich fanden es aber überhaupt nicht schlimm. Ganz im Gegenteil: Das Herumfahren war eines meiner Highlights der gesamten Reise.

    Die Straßen sind teilweise so scenic, dass für uns schon die Fahrt Teil des Erlebnisses war. Es geht durch unzählige Tunnel, entlang grüner Berge und immer wieder direkt am Meer vorbei. Irgendwann waren wir nach jedem Tunnel gespannt, welche Aussicht auf der anderen Seite auf uns wartet.

    Wir haben die Insel während unserer Woche gefühlt zweimal umrundet und sind immer wieder spontan irgendwo stehen geblieben, weil die Aussicht zu schön war, um einfach weiterzufahren.

    Schwarzer Strand und grüne Berge in Seixal

    Einer der Orte, auf den ich mich schon vor unserer Reise besonders gefreut hatte, war Seixal an der Nordküste. Und spätestens hier habe ich verstanden, warum Madeira so oft als „Hawaii of Europe“ bezeichnet wird: schwarzer Sandstrand, dahinter riesige grüne Berge und davor das blaue Wasser des Atlantiks.

    Neben dem Strand haben wir uns auch die natürlichen Pools von Seixal angeschaut. Für mich ist die Gegend definitiv einen Stopp wert und ich würde bei einer weiteren Madeira-Reise sofort wiederkommen.

    Fanal Forest – leider ohne Nebel

    Natürlich durfte auch der berühmte Fanal Forest nicht fehlen. Besonders mystisch sieht der Wald aus, wenn dichter Nebel zwischen den alten Lorbeerbäumen hängt. Wir hatten allerdings genau das Gegenteil: blauen Himmel und Sonnenschein.

    Auch ohne Nebel war Fanal super schön und definitiv einen Besuch wert. Wenn ich nochmal nach Madeira komme, würde ich allerdings versuchen, sehr früh morgens hinzufahren – in der Hoffnung, den Wald beim nächsten Mal auch in seiner mystischen Nebelstimmung zu erleben.

    Madeiras Westen mit TUI Experiences

    Neben unseren eigenen Roadtrips wollten wir Madeira auch auf geführten Touren kennenlernen. Für uns war die Mischung aus beidem im Nachhinein perfekt.

    Unsere erste TUI Experience mit TUI MUSEMENT führte uns im Rahmen einer privaten Tour in den Westen Madeiras. Der erste Stopp war Cabo Girão. Von der Glasplattform blickt man hier aus rund 580 Metern Höhe hinunter auf die Küste – definitiv nichts für Menschen mit Höhenangst.

    Danach ging es über Ribeira Brava und eine Bananenplantage in Madalena do Mar hinauf auf die Hochebene Paúl da Serra und weiter nach Porto Moniz. Porto Moniz ist vor allem für seine natürlichen Lavapools direkt am Atlantik bekannt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg und legten noch einen Stopp in Câmara de Lobos ein, wo wir mehr über Poncha – DAS typische Getränk Madeiras – erfahren haben.

    Was ich an der Tour besonders mochte: Wir konnten an nur einem Tag super viele unterschiedliche Seiten Madeiras sehen, ohne uns selbst um Route oder Planung kümmern zu müssen.

    Von Pico do Arieiro bis Santana: Madeiras Osten

    Ein paar Tage später stand unsere zweite TUI Experience mit TUI MUSEMENT an. Dieses Mal ging es in einer Gruppentour in den Osten der Insel.

    Unser erster Stopp war direkt eines meiner Highlights: Pico do Arieiro. Der Berg liegt auf über 1.800 Metern und die Landschaft dort oben ist einfach unglaublich. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter und eine super Sicht über die umliegenden Berge.

    Madeira ist natürlich auch ein Paradies zum Wandern. Wichtig: Informiert euch vorab über die aktuell geöffneten Routen und Zugangsregeln und bucht notwendige Zugänge rechtzeitig online. Danach ging es für uns über Ribeiro Frio nach Santana mit seinen traditionellen kleinen Häusern und den typischen Strohdächern.

    Lunch mit einer meiner liebsten Aussichten der Reise

    Unser Lunch-Stopp war die Quinta do Furão – und honestly: Allein für diese Aussicht hätte sich der Stopp gelohnt. Das Hotel und Restaurant liegt oberhalb der Küste und man blickt von dort auf das Meer und die spektakulären Klippen. Für mich war das wirklich eine meiner liebsten Aussichten der gesamten Reise.

    Danach besuchten wir Porto da Cruz und eine lokale Zuckerrohrfabrik, bevor es zum letzten großen Stopp des Tages ging: Ponta de São Lourenço. Die Landschaft dort fühlt sich plötzlich wieder komplett anders an – karger und felsiger als der grüne Rest der Insel.

    Genau diese Unterschiede haben mich an Madeira so fasziniert. Obwohl die Insel gar nicht riesig ist, verändert sich die Landschaft ständig.

    Roadtrip oder geführte Tour auf Madeira?

    Meine Antwort: beides!

    Mit unserem Mietwagen von TUI Cars hatten wir die Freiheit, spontan loszufahren und überall dort stehen zu bleiben, wo es uns gefallen hat. Bei unseren TUI Experiences wiederum konnten wir uns zurücklehnen und innerhalb eines Tages unglaublich viel sehen. Auch den Mix aus privater Tour im Westen und Gruppentour im Osten fand ich richtig cool.

    Für sieben Tage Madeira würde ich es deshalb wieder genauso machen: ein paar Tage selbst mit dem Auto losziehen und dazwischen ein oder zwei geführte Touren einplanen.

    Mein Fazit: Ist Madeira wirklich das Hawaii Europas?

    Nach sieben Tagen kann ich definitiv verstehen, woher der Vergleich kommt. Für mich war die Natur mit Abstand das größte Highlight dieser Reise. Diese riesigen grünen Berge vor dem tiefblauen Atlantik, die schwarzen Strände, Klippen, Wälder und die Straßen, die sich mitten durch diese Landschaft ziehen – Madeira ist einfach wunderschön. Sieben Tage waren für uns eine super Reisedauer und ich würde unseren Trip tatsächlich ziemlich genau so wieder machen.

    Nur eine Sache würde ich ändern: Ich hätte richtig Lust, nochmal im Frühling nach Madeira zu kommen. Wenn die Insel noch grüner ist und überall mehr Blumen blühen, muss die Landschaft nochmal komplett anders aussehen.

    Bis dahin bleiben mir ganz viele Fotos, wahrscheinlich viel zu viele Videos von unseren Roadtrips und die Erinnerung daran, wie wir nach jedem Tunnel gespannt waren, welche Aussicht uns als Nächstes erwartet.

    Madeira, I’ll be back. 🩷

    Bis bald, Leni

    Wir freuen uns über Kommentare!
    Kommentar verfassen: