DE54492 Zeltingen
Rheinland-Pfalz Deutschland
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Das klassische Herrenhaus verbindet den Charme der Jahrhundertwende mit modernem Komfort. Hier genießt man die erstklassige Feinschmeckerküche, oder es wird sich eine Auszeit vom Alltag bei einer der Anwendungen in der Wellnessabteilung genommen.
Doppelzimmer Weinbergblick (DZX1), Doppelzimmer, Nichtraucherzimmer
Doppelzimmer Moselblick (DZX2), Doppelzimmer, Nichtraucherzimmer
Einzelzimmer (EZX1), Einzelzimmer, Nichtraucherzimmer
Wir arbeiten daran, diese so bald wie möglich zur Verfügung zu stellen.
Alles bestens, einziger Punkt ist die mangelnde Parkplatzverfügbarkeit, man muss teilweise auf kostenpflichtige öffentliche Parkplätze ausweichen.
Show moreHotelbewertung für das Weinhotel St. Stephanus Zeltingen-Rachtig Wenn das Leben dir Trauben gibt, frag nach dem Wein – und nach einem anderen Hotel Nach den stressigen Feiertagen wollten wir nur eins: abschalten, entspannen und uns mit ein bisschen Wellness verwöhnen lassen. Also flugs ins TUI-Reisebüro, das uns bisher zuverlässig von Alltagskatastrophen verschont hatte, und das 4-Sterne (Achtung: Sternchen-Alarm!) Weinhotel St. Stephanus gebucht. Spoiler: Wir hätten besser auf die 1-Sterne-Bewertungen im Internet gehört. Was wir bekommen haben, war die perfekte Mischung aus Chaos, Enttäuschung und unfreiwilligem Humor. Willkommen im Weinhotel St. Stephanus, dem wohl besten Ort, um die Bedeutung von \"niedrigen Erwartungen\" neu zu definieren. ____________________________________ Anfangsschwierigkeiten: Mit Kaffee und Kuchen in die Katastrophe Die Ankunft hätte ein roter Teppich sein sollen. Stattdessen war es eher wie ein Stolperstein. Kein Zimmer reserviert – „TUI-Wer?“ – und das gebuchte Reich war natürlich noch nicht fertig. Aber hey, dafür gab es Kaffee und Kuchen aufs Haus. Wir hätten das ahnen sollen: Wenn man Gäste mit Gebäck besänftigen muss, steht man vermutlich vor einer langen Liste von „Ups-Momenten“. Als wir dann endlich in unser Zimmer durften, waren wir zunächst positiv überrascht: renoviert, mit Balkon und Moselblick. Doch der ********** steckt im Detail – oder in diesem Fall im Badezimmer: Die offene Schiebetür mit Luftlamellen zum Schlafraum sorgte für eine unfreiwillige Geruchs- und Geräusch-Kooperation, die jede romantische Stimmung erfolgreich eliminierte. ________________________________________ Wellness: Das Schrumpf-Spa mit Premium-Frust Der beworbene Wellnessbereich? Wohl eher „Nasszellen-Erlebnispark“. Hier einige Highlights: •\tBademäntel: Ja, gibt’s – aber nur gegen Gebühr. Willst du im Bademantel durch die Lobby schlendern, musst du erst mal 10 Euro hinblättern. Luxus kostet. •\tHandtücher: Ein episches Abenteuer. Nach drei Anläufen an der Rezeption bekamen wir dann ein (ja, ein!) Badetuch. Tipp: Sparsam abtrocknen, denn Ersatz gibt’s nur nach mehrfachen nachfragen. Keine Handtücher im Spa – das ist wohl der neue „Minimalismus-Trend“. •\tPlatzangebot: Mit acht Liegen für alle Hotelgäste ist der Bereich „intim“. Sollte ein neunter Gast auftauchen, bleibt nur die Flucht ins Aquarium, äh, Schwimmbad – ein Becken, in dem selbst Goldfische Platzangst bekommen könnten. Entspannung? Nur, wenn man Ohropax gegen das fröhliche Planschen der Kleinkinder einpackt. Von der „beworbenen Infrarot-Sauna“ übrigens keine Spur. Vielleicht hat die sich auch in die Winterpause verabschiedet. ________________________________________ Essen: Gourmet oder Gähn? Das Saxler’s Gourmet-Restaurant ist der Star des Hauses. Oder so will es jedenfalls der tägliche Infoletter glauben machen. Am ersten Abend (Wiener Schnitzel vom Glücksschwein), und am zweiten Tag (Gebackenes Seelachsfilet mit Remouladensauce), war das Essen eher solide als spektakulär. An den nächsten Tagen wurde es deutlich besser, aber ob das gleich „Gourmet“ ist, deren Bewertung bleibt jedem selbst überlassen. Frühstück? Na ja. Einfach, aber okay – Standardbuffet ohne Fisch oder sonstige Highlights. Am Sonntag jedoch, als das Hotel in den Winterurlaub ging, wurde daraus ein „Survival-Buffet“. Gekochte Eier? Weg. Das Highlight war, als ein tapferes Personalmitglied mitteilte, dass sie „zwei Eier nachkochen“ könnten. Gourmet-Krönung? Vielleicht eher Improvisations-Theater. Nach dem fünften „Entschuldigung“ gab es dann zwei (!) Eier und eine weitere Entschuldigung. Ansonsten war der letzte Tag eher ein „Reste essen für Fortgeschrittene“. Wer wirklich Gourmet will, darf tief in die Tasche greifen: Die Preise für externe Gäste? Stratosphärisch. 3-Gänge für 84 Euro, 4-Gänge für 115 Euro und ein 5-Gänge Menü für 125 Euro. Wer bereit ist, so viel auszugeben, bekommt hier zumindest einen leeren Geldbeutel. Für Halbpensionsgäste bleiben davon genau 45 Euro fürs Abendessen übrig – und der Rest geht vermutlich in die Wartung der Gourmet-Tischdecken. ________________________________________ Hotel und Bierkeller (ein Highlight) Das Hotel selbst könnte ein charmantes Refugium sein – wenn es nicht so hoffnungslos veraltet und verschmutzt wäre. Überall Spinnenweben, Lampen mit ********** der letzten Jahre und ein Zufluchtsort für Insekten und deren Überresten sowie einem Fahrstuhl, der abends pünktlich Feierabend macht. Brauchst du ihn nach 22 Uhr? Pech gehabt – der ruht sich schon aus. Ach ja, und dann kam der krönende Abschluss: Die Winterpause begann bereits an unserem letzten Tag, also entschied man sich, die Bauarbeiten vorzeitig zu starten. Es war, als hätte jemand gesagt: „Weißt du, was Wellness braucht? Ein Bohrer!“ Ab 10:30 Uhr liefen Handwerker durch die Gänge und entsorgten Abrissmaterial. Der Bierkeller: Eine olfaktorische Reise in die Unterwelt Man sagt ja, der Geruchssinn sei unser stärkster Sinn. Nun, das Weinhotel St. Stephanus hat dieses Konzept offenbar sehr ernst genommen und den hauseigenen Bierkeller mit einer exklusiven Duftnote versehen, die irgendwo zwischen „Kanalisation“ und „Chemieunfall“ liegt. Wer also dachte, er käme hierher, um den frischen Moselduft zu genießen, wird im Bierkeller eines Besseren belehrt. Ein intensives Aroma von Fäkalien zieht sich durch den Raum wie ein unsichtbarer, aber höchst penetranter Mitbewohner. Luftige Duftlampen wurden zwar strategisch platziert, aber sie kämpfen einen aussichtslosen Kampf. Die Frage ist: Hat das Hotel den Geruch einfach akzeptiert? Oder soll er als natürlicher Appetithemmer dienen, damit die Gäste weniger Bier bestellen? Mysteriös bleibt es. Auf jeden Fall wäre im Bierkeller ein Geruchsmanagementsystem empfehlenswert. Ansonsten überwiegt der Brechreiz beim kleinen Geschäft. Als wäre der Bierkeller mit seiner Signatur-Duftkomposition à la Fäkalien noch nicht genug, gibt es ein weiteres Schmankerl: Schimmel. Ja, richtig gehört, denn was wäre ein echter Bierkeller ohne eine Prise modernder Eleganz? Eine Ecke der Toilettenanlage sind so liebevoll mit Schimmel verziert, dass man fast den Eindruck hat, das Hotel wollte ein lebendiges Biotop schaffen. Ob der Schimmel einfach als „naturbelassenes Highlight“ durchgeht oder als stiller Zeuge des Instandhaltungsrückstaus dient – wir wissen es nicht. Klar ist nur: Man sollte lieber kurz die Luft anhalten, die Augen schließen und sich vorstellen, man sei woanders. Vielleicht in einem echten 4-Sterne-Hotel. und last but not least, die Sitzgelegenheiten: Willkommen im „Stehhocker-Hotel“ Nach einem ausgedehnten Tag im Aquarium-Schwimmbad oder im Schimmelparadies des Bierkellers, wünscht man sich doch nur eines: ein bequemes Plätzchen, um die Beine hochzulegen. Aber hier hat das Weinhotel St. Stephanus eine ganz andere Philosophie. Sitzgelegenheiten? Was ist das? Im Lobby-Bereich gibt es genau acht Stühle – für alle Gäste. Ohne Fenster, versteht sich, weil man schließlich nicht will, dass jemand auf die Idee kommt, hier gemütlich zu verweilen. Der Rest des Hotels? Eine verschlossene sitzfreie Zone! Es ist, als hätte das Hotelmanagement beschlossen, die Menschen zu animieren, aktiver zu sein – sei es durch ständiges Umherirren oder das Stehen auf der Suche nach einem Stuhl. Wer also keine ********** auf Bett oder Sessel im eigenen Zimmer hat, hat Pech gehabt. „Bleiben Sie fit durch Stehen“ könnte glatt der neue Slogan sein. Ohne Auto wird es übrigens richtig lustig, denn es gibt keine Aufenthaltsräume, in denen man die Zeit verbringen könnte. Man sitzt praktisch fest – im wahrsten Sinne des Wortes. Man könnte fast meinen, das Hotel hat das Konzept eines Gefängnisses studiert und sich gedacht: „Das können wir auch.“ ________________________________________ Fazit: Für einen Kurzurlaub mit Abstrichen Das Weinhotel St. Stephanus ist ein Erlebnis – und zwar eines, dass man so schnell nicht vergisst. Zwischen dem Wellnessbereich, der keiner ist, und einem Gourmet-Restaurant, das eher mit Hype als mit Substanz glänzt, bleibt vor allem eins: die Erkenntnis, dass Prospekte wirklich ein Meisterwerk der Illusion sind. Das Hotel St. Stephanus hat definitiv seine Stärken – vor allem, wenn man die Augen fest zudrückt und sich auf den Balkon mit Moselblick konzentriert. Die Zimmer sind hübsch, das Personal bemüht (und gefühlt ständig entschuldigend) und das Essen erreicht phasenweise hohes Niveau. Unser Tipp: Wer Wellness und Gourmet möchte, sollte woanders suchen. Wer mit 3-Sterne-Ansprüchen, viel Humor und maximal zwei Übernachtungen kommt, kann hier vielleicht ein paar nette Tage verbringen – aber Vorsicht: Nicht vergessen, die eigenen Handtücher mitzubringen. Unsere Bewertung: 🍷🍷 (2 von 5 Gläsern Wein – für die Aussicht und das Essen an guten Tagen)
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